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First Responder Rom

First Responder Rom

First Responder Rom

Stellen sie sich eine große Menschenmasse vor: Demonstranten oder Pilger zum Beispiel, in einer Stadt wie Rom, mit ihrem chaotischen Straßenverkehr. Stellen sie sich vor, wie in dieser Menschenmenge plötzlich jemandem schlecht werden könnte. Rettungswägen und Rettungspersonal sind zwar immer vor Ort stationiert, es kann sich jedoch als sehr schwierig erweisen, die Hilfsbedürftigen in der Menschenmasse zu erreichen.

Anlässlich des Jubiläums der Kranken und Behinderten hat ARES 118 Lazio am Samstag, dem 11. Juni 2016, in Zusammenarbeit mit dem österreichischen Roten Kreuz ein Pilotprojekt gestartet, um das von APUS Software GmbH entwickelte System zu testen. Dieses Produkt ermöglicht es nämlich, die HelferInnen an den verschiedenen Orten zu lokalisieren, und dadurch effizienter und in Echtzeit durch die First Responder-App einsetzen zu können.

"Bei solchen Events sind wir womöglich vielmehr herausgefordert, als bei den ordentlichen Jubiläumstagen aufgrund der Sonderbedingungen der Gläubigen, die nach Rom kommen" – erklärt Frau Dr. Maria Paola Corradi, Generaldirektorin von ARES 118 Lazio (die Nothilfe-Koordinierungszentrale der Region Latium). Aus diesem Grund beschloss ARES 118 Lazio, die bereits in Österreich verbreitete First Responder-App anzuwenden, so dass die Freiwilligen-Organisationen am Ort besser eingesetzt werden können, indem sowohl die First Responder als auch die jeweiligen Teams von Freiwilligen geolokalisiert werden.

Die freiwilligen HelferInnen, die auf jeden Fall für die Erste-Hilfe ausgebildet sind und die entsprechenden Teams, die üblicherweise jeweils zu Dritt arbeiten, haben die Aufgabe, die Rettungskräfte bei Notfällen zu unterstützen, indem sie die Menschenmenge zurückhalten oder um mit einer Trage hilfsbedürftige Person problemlos wegbringen zu können. "Von Gesetzes wegen dürfen freiwillige HelferInnen nicht die hilfsbedürftigen Personen selbst versorgen. Sie handeln lediglich als „Beobachter", erklärt Annamaria Celeste von APUS. Dies ist bestimmt auf die daraus resultierenden rechtlichen Folgen zurückzuführen. Rettungsoperationen dürfen per Gesetz immer nur von Sanitätern vor Ort unternommen werden. Mit der Unterstützung dieser Teams ist es allerdings nun möglich, den Rettungseinsatz zu beschleunigen. Daher ist es umso wichtiger, die First Responders zu geolokalisieren. Unsere APP macht es möglich". Die Kommunikation zwischen Sanitätern und Teams erfolgt üblicherweise über Funk, aber aufgrund der chaotischen Lage kann auch passieren, dass der Alarm bzw. die Nachricht nicht empfangen wird oder dass die Antwort nicht rechtzeitig eintrifft. "Mit der First Responders-App bekommen wir ein sofortiges Feedback von jenen Teams, die am nächsten sind" .

Die First-Responder App ist bereits seit langem im Einsatz beim ÖRK. Dabei handelt es sich um eine "Best Practice" auf internationaler Ebene, die bei uns auf großes Interesse gestoßen ist" - sagt Frau Dr. Carradi. Wir wollen deswegen diese App auch im Rahmen unserer Tätigkeiten ausprobieren. Die App ist sowohl für Android als auch für iOS verfügbar. Man muss jedoch ein Mitglied der Hilfsorganisationen sein, die im Rahmen des Jubiläums ihre ehrenamtlichen HelferInnen zur Verfügung stellen."

 

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