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Dienstplanung in Italien und Österreich - Workshop in Perugia

Dienstplanung in Italien und Österreich - Workshop in Perugia

Workshop in Perugia

Dienstpläne: Im Krankenhaus Perugia werden sie von einer Dienstplansoftware verwaltet. Die gleiche Software ist auch in den Gesundheitseinrichtungen der Steiermark im Einsatz. Frau Gabriella Carnio (Vorsitzende des Ressorts Gesundheitsberufe) sagt:“Diese Software beachtet die gesetzlichen Vorgaben bezüglich des neuen Arbeitszeitgesetzes und gewährleistet dabei die Aufrechterhaltung der Flexibilität für die Mitarbeiter, die somit ein tiefes Zugehörigkeitsgefühl gegenüber der Einrichtung selbst entwickeln”.

Ein sehr wichtiges und komplexes Schwerpunktthema ist heute die Einhaltung des Arbeitszeitgesetzes für das Gesundheitspersonals, da es sich Auswirkungen auf die Sicherheit der Gesundheitsversorgung sowie auf die Personalverwaltung ergeben können. Dieses Thema stand auch im Mittelpunkt eines bilateralen Treffens zwischen den zuständigen Vertretern des Ressorts Gesundheitsberufe des Krankenhauses Azienda Ospedaliera Perugia und einigen wichtigen Vertretern der Personalverwaltung aus Österreich.

Das Krankenhaus in Perugia und die Gesundheitseinrichtungen aus der Steiermark, eines der bevölkerungsdichtesten Bundesländer Österreichs, verwenden nämlich seit mehr als 2 Jahren die gleiche Dienstplansoftware. Beide zeichnen sich dadurch aus – so erklärt die Azienda Ospedaliera Perugia in einer Pressemitteilung  - dass sie als Erste in Europa eine Vorgehensweise übernommen haben, wodurch sich Streitigkeiten mit schlimmen Auswirkungen auf die gesamte Gesundheitsversorgung vermeiden ließen. Im Rahmen dieses Austausches zwischen der italienischen und der österreichischen Delegation wurde gemeinsam auf jene Maßnahmen eingegangen, die zur Lösung der ersten bei der Umsetzung des neuen Gesetzes aufgetretenen Probleme geführt haben.

2017.07 Workshop AOPG Perugia

Das Treffen fand am 7. Juli im Konferenzsaal Levi Montalcini beim Forschungszentrum für Hämatologie und Onkologie (CREO) statt. In diesem Zusammenhang wurde gezeigt, "wie es möglich ist, das neue Gesetz einzuhalten und dabei die Sicherheit der Gesundheitsversorgung sowie die Wahrung der Rechte der Mitarbeiter zu gewährleisten”, so Dr. Emilio Duca, Generaldirektor des KHs Maria della Misericordia.

Anlässlich dieser Tagung, an der die leitende Stelle des Ressorts Gesundheitsberufe des Krankenhauses teilgenommen hat, betonte die Vorsitzende des Ressorts, Frau  Gabriella Carnio,  dass die Zeiten einer empirischen Dienstplanung zunächst mit Papier und Stift und später mit gängigen EDV-gestützten Systemen wie beispielsweise mit Excel-Tabellen nun endlich vorbei sind. Es sei heute laut Carnio notweniger denn je, den Horizont zu erweitern und zwar mit der Anwendung einer Software, die die gesetzlichen Vorschriften des KA-AZGs berücksichtigt und dabei die jeweils gewährte Flexibilität der einzelnen Mitarbeiter aufrechterhält. So können Mitarbeiter schlussendlich ein tiefes Zugehörigkeitsgefühl gegenüber ihrer Arbeitgeber entwickeln.

Im Anschluss an die Ausführungen von Herrn Daniele Torroni des Ressorts Gesundheitsberufe  über die erfolgreiche angewandte Methode, sprach Franz Kokoth -  Personalleiter der KAGes mit über 18.000  Arbeitnehmern - großes Lob aus für die hervorragenden Ergebnisse der AO Perugia: „Wir haben bestimmt viel mehr Zeit und eine größere Anzahl an Ressourcen investiert, um uns an die neue EU-Richtlinie anpassen zu können. Am Anfang wurde die erste Veränderung mit einigen Schwierigkeiten akzeptiert, aber heute sind wir ziemlich zufrieden, da wir den Mitarbeitern eine gerechte und faire Dienstplanung gewährleisten konnten”.

Nach Abschluss des Workshops hat Frau Carnio noch den Einsatz der 1800 MitarbeiterInnen der Ao Perugia gelobt: “Es war eine grosse Herausforderung und auch ein historischer Wandel in einem der schwierigsten Bereiche. Mit der Einführung der Dienstplansoftware haben wir alle ein  gemeinsames Ziel erreicht. Wir vom Krankenhaus Perugia sind äußerst stolz darauf, unter den wenigen Krankenhäusern in Italien zu sein, die im Einklang mit der neuen EU-Richtlinie arbeiten.

Link zum Originalartikel

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